Freitag, 11. November 2011

USA: Eine Bewegung erobert die bürgerlichen Massenmedien und die Herzen der Massen

Nach acht Monaten von Massenbewegungen im gewerkschaftlichen, studentischen und Jugendbereich in den US-Städten Madison, Columbus und Indianapolis hat sich nun eine Bewegung gebildet, die sich gegen Banken, internationale Finanzinstitutionen und Konzerne richtet und fordert, dass diese für den verheerenden Schaden, den sie in unserer Gesellschaft angerichtet haben, aufkommen. Im Gegensatz zu vielen anderen amorphen Bewegungen rund um den Globus richtet sich diese Bewegung somit gegen den Kern des modernen Kapitalismus und stellt so die Klassenfrage in den Mittelpunkt.

Freitag, 4. November 2011

QuerHerumBetrachtet: Schuldenkrise oder was?

Vor einigen Monaten hat der Autor dieser Zeilen zwei Kommentare unter dem Titel "Macht euch doch bitte nicht lächerlich ..." zu den Argumenten der Reichen verfasst. Heute erscheinen mir diese Worte fast zu schwach. Eigentlich möchte ich denen, die immer von Schulden und der Notwendigkeit der Sanierung der Staatsfinanzen schwadronieren, "Hoits doch endlich die Goschn" entgegen schreien und "Lasst uns in Frieden mit euren Lügen!"

Auch wir verdienen viel mehr!

In nächster Zeit beginnen die heurigen Kollektivvertragsverhandlungen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Die Inflation betrug in den letzten Monaten rund 3,5% und ist damit sehr hoch. Noch viel dramatischer ist aber, dass der sog. Miniwarenkorb (der für SchlechtverdienerInnen – und das sind die meisten KollegInnen im Sozial- und Gesundheitsbereich leider – relevant ist, da er einen durchschnittlichen wöchentlichen Einkauf abbildet) praktisch das ganze Jahr rund um 7% gependelt ist.

Freitag, 14. Oktober 2011

MetallerInnenkollektivvertragsverhandlungen: Endlich - weiter so!

5,5% fordern die MetallerInnen - manche meinen, das sei zu viel. Wir meinen, dass das eigentlich nicht genug ist. Laut WIFO-Prognose wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) heuer um 2,9% wachsen, die Inflation wird laut Nationalbank-Prognose 2011 um 3,2% wachsen. Zusammen macht das 6,1%, was bedeutet, dass die MetallerInnen mindestens eine so hohe Lohnerhöhung durchsetzen müssten, um auch nur ihren Anteil am Volkseinkommen halten zu können. Doch der Anteil von uns Lohnabhängigen am Volkseinkommen sinkt tendenziell seit 1978 kontinuierlich - von damals ca. 78% auf mittlerweile unter 60%. In der Konsequenz bedeutet das, dass sich das Kapital in den letzten knapp über 30 Jahren 20 Prozentpunkte mehr vom Kuchen eingenäht hat. Damit muss endlich Schluss sein. Unser Anteil daran muss wieder deutlich steigen.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Brasilien: Kampf der Feuerwehrleute in Rio de Janeiro

In der brasilianischen Provinz Rio de Janeiro protestieren die Beschäftigten der Feuerwehr seit 9. April 2011 gegen ihre schlechte Bezahlung. Sie haben mehrere Demonstrationen und Kundgebungen organisiert und vor einem Monat ein Lager vor dem Provinzparlament errichtet. Sie wollen die Regierung dadurch zwingen, ihren Forderungen nachzugeben.

Freitag, 7. Oktober 2011

Kollektivvertragsrunde: Reallohnverluste stoppen!

Seit 1995 sinkt in Österreich die Lohnquote – also der Anteil, den wir Lohnabhänge vom Volkseinkommen bekommen noch schneller als zuvor. Bis 2010 hat sich der Verlust auf 6 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts (BIP) summiert. Laut Zahlen der AK Oberösterreich liegt der durchschnittliche Reallohn (also, das, was wir uns um unsere Löhne kaufen können) 2010 um 0,7% unter jenem des Jahres 1994. Im gleichen Zeitraum ist die Produktivität um 24% gestiegen.

Donnerstag, 22. September 2011

Italien: 1 Urlaub - 2 Streiks

6. September 2011 – rote Fahnen beherrschen das Stadtbild von Rom. Ein eindrucksvolles Bild. Im Rahmen des für diesen Tag von mehreren Gewerkschaften angesetzten Generalstreiks gegen die Sparpolitik der Regierung Berlusconi wird die Stadt, in der die Vergangenheit scheinbar für immer leben wird, in einen Ort der Zukunft verwandelt, in dem die arbeitenden Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.